setcookie

(PHP 4, PHP 5, PHP 7, PHP 8)

setcookieSendet ein Cookie

Beschreibung

function setcookie(
    string $name,
    string $value = "",
    int $expires_or_options = 0,
    string $path = "",
    string $domain = "",
    bool $secure = false,
    bool $httponly = false
): bool

Alternative Signatur, verfügbar ab PHP 7.3.0 (benannte Parameter werden nicht unterstützt):

function setcookie(string $name, string $value = "", array $options = []): bool

setcookie() definiert ein mit den HTTP-Header-Informationen zu übertragendes Cookie. Wie andere Header auch, müssen Cookies vor jeglicher Ausgabe des Skripts gesendet werden (dies ist eine Einschränkung des Protokolls). Das bedeutet, dass diese Funktion vor jeglicher Ausgabe, einschließlich der Ausgabe von <html>- oder <head>-Tags sowie jeder Art von Whitespace, aufgerufen werden muss.

Sind die Cookies einmal gesetzt, kann beim nächsten Seitenaufruf anhand des $_COOKIE-Arrays auf diese zugegriffen werden. Die Cookie-Werte können auch in $_REQUEST vorhanden sein.

Parameter-Liste

» RFC 6265 liefert die normative Referenz, wie die jeweiligen setcookie()-Parameter interpretiert werden.

name
Der Name des Cookies.
value
Der Wert des Cookies. Dieser Wert wird auf dem Computer des Benutzers gespeichert, weshalb darin keine sensiblen Informationen gespeichert werden sollten. Angenommen der Parameter name ist 'cookiename', so erhält man seinen Wert mittels $_COOKIE['cookiename'].
expires_or_options
Der Zeitpunkt, an dem das Cookie ungültig wird. Dies ist ein Unix-Timestamp, also die Anzahl Sekunden seit Beginn der Unix-Epoche (1. Januar 1970). Eine Möglichkeit, diesen festzulegen, besteht darin, die Anzahl der Sekunden, bevor das Cookie abläuft, zum Ergebnis des Aufrufs von time() zu addieren. Zum Beispiel setzt time()+60*60*24*30 die Verfallszeit des Cookies auf 30 Tage. Eine weitere Möglichkeit ist, die Funktion mktime() zu verwenden. Wenn dieser Parameter auf 0 gesetzt oder weggelassen wird, verfällt das Cookie am Ende der Session (wenn der Browser geschlossen wird).

Hinweis: Der Parameter expires_or_options erwartet einen Unix-Timestamp und nicht das Datumsformat Wdy, DD-Mon-YYYY HH:MM:SS GMT, da die Konvertierung von PHP intern durchgeführt wird.

path
Der Pfad auf dem Server, in dem das Cookie verfügbar sein wird. Ist er auf '/' gesetzt, wird das Cookie innerhalb der gesamten domain verfügbar. Ist er auf '/foo/' gesetzt, wird das Cookie nur innerhalb des Verzeichnisses /foo/ sowie allen Unterverzeichnissen wie z. B. /foo/bar/ von domain verfügbar. Der Standardwert ist das aktuelle Verzeichnis, in dem das Cookie gesetzt wurde.
domain
Die (Sub)-Domain, der das Cookie zur Verfügung steht. Wird dies auf eine Subdomain (wie 'www.example.com') gesetzt, dann steht dieser Subdomain und allen anderen Subdomains davon (z. B. w2.www.example.com) das Cookie zur Verfügung. Um das Cookie der ganzen Domain zur Verfügung zu stellen (einschließlich aller Subdomains davon), muss der Wert einfach auf den Domainnamen (in diesem Fall 'example.com') gesetzt werden. Ältere Browser, die noch immer das veraltete » RFC 2109 implementieren, können ein führendes . benötigen, um alle Subdomains abzudecken.
secure
Gibt an, dass das Cookie vom Client nur über eine sichere HTTPS-Verbindung übertragen werden soll. Ist der Wert auf true gesetzt, wird das Cookie nur gesendet, wenn eine sichere Verbindung besteht. Auf der Serverseite muss der Programmierer selbst darauf achten, dass entsprechende Cookies über eine sichere Verbindung gesendet werden (z. B. unter Berücksichtigung von $_SERVER["HTTPS"]).
httponly
Wenn auf true gesetzt, ist das Cookie nur via HTTP-Protokoll zugänglich. Das bedeutet, dass das Cookie nicht mehr für Skriptsprachen wie z. B. JavaScript, auslesbar/veränderbar ist. Es wird vermutet, dass diese Einstellung helfen kann, Identitätsdiebstahl durch XSS-Angriffe zu vermindern, auch wenn sie nicht von allen Browsern unterstützt wird. Diese Behauptung wird jedoch oft angezweifelt. true oder false
options
Ein assoziatives Array, das die Schlüssel expires, path, domain, secure, httponly und samesite enthalten kann. Die Werte haben dieselbe Bedeutung wie für die gleichnamigen Parameter beschrieben. Der Wert des samesite-Elements sollte entweder None, Lax oder Strict sein. Ist eine der erlaubten Optionen nicht angegeben, dann ist ihr Standardwert derselbe wie für den expliziten Parameter. Wird das samesite-Element nicht angegeben, dann wird kein SameSite-Cookie-Attribut gesetzt.

Hinweis: Um ein Cookie mit Attributen zu setzen, die nicht unter den aufgelisteten Schlüsseln sind, kann die Funktion header() verwendet werden.

Hinweis: Wenn samesite auf "None" gesetzt ist, muss auch secure aktiviert sein, da das Cookie sonst vom Client blockiert wird.

Rückgabewerte

Erfolgt eine Ausgabe vor dem Aufruf dieser Funktion, wird setcookie() fehlschlagen und false zurückgeben. Wenn setcookie() erfolgreich durchgeführt wird, wird true zurückgegeben. Dies sagt jedoch nichts darüber aus, ob der Benutzer das Cookie auch akzeptiert hat.

Fehler/Exceptions

Wenn das options-Array nicht unterstützte Schlüssel enthält:

Changelog

Version Beschreibung
8.2.0 Das Datumsformat des gesendeten Cookies ist nun 'D, d M Y H:i:s \G\M\T'; vorher war es 'D, d-M-Y H:i:s T'.
8.0.0 Die Übergabe nicht unterstützter Schlüssel wirft nun einen ValueError, anstatt ein E_WARNING auszulösen.
7.3.0 Eine alternative Signatur, die ein options-Array unterstützt, wurde hinzugefügt. Diese Signatur unterstützt auch das Setzen des SameSite-Cookie-Attributs.

Beispiele

Die Auswirkungen der folgenden Beispiele lassen sich in der Cookie-Liste der Entwicklerwerkzeuge des Browsers beobachten (in der Regel im Tab "Speicher" im Firefox oder "Anwendung" in Chrome).

Beispiel #1 setcookie()-Beispiele

<?php

$value
= 'irgendetwas von irgendwo';

// Setzt ein "Session-Cookie", das beim Schließen des Browsers verfällt
setcookie("TestCookie", $value);
// Setzt ein Cookie, das in 1 Stunde verfällt
setcookie("TestCookie", $value, time()+3600);
// Setzt ein Cookie, das nur für einen bestimmten Pfad einer bestimmten Domain gilt
// Es ist zu beachten, dass die verwendete Domain mit der Site-Domain übereinstimmen sollte
setcookie("TestCookie", $value, time()+3600, "/~rasmus/", "example.com", true);

?>

Zu beachten ist, dass der Wertebereich des Cookies automatisch von PHP URL-konform kodiert (urlencoded) und wieder dekodiert wird. Dies kann vermieden werden, indem stattdessen setrawcookie() verwendet wird.

Um den Inhalt der im obigen Beispiel gesetzten Cookies in einem späteren Request zu sehen:

<?php
// Ein bestimmtes Cookie ausgeben
echo $_COOKIE["TestCookie"];

// Eine weitere Möglichkeit zum Debuggen/Testen ist, alle Cookies anzuzeigen
print_r($_COOKIE);
?>

Beispiel #2 setcookie()-Beispiele zum Löschen

Um ein Cookie zu löschen, muss das Verfallsdatum auf einen Wert in der Vergangenheit gesetzt werden (jedoch nicht auf null, was für Session-Cookies reserviert ist).

Um die im vorigen Beispiel gesetzten Cookies zu löschen:

<?php
// Setzen des Verfallszeitpunktes auf 1 Stunde in der Vergangenheit
setcookie("TestCookie", "", time() - 3600);
setcookie("TestCookie", "", time() - 3600, "/~rasmus/", "example.com", 1);
?>

Beispiel #3 setcookie() und Arrays

Mit der Array-Schreibweise im Cookienamen kann ein "Array von Cookies" gesetzt werden. Dadurch werden so viele Cookies gesetzt, wie das Array Elemente hat, aber wenn das Cookie vom Skript empfangen wird, werden alle Werte in ein einziges Array mit dem Cookienamen eingelesen:

<?php
// Setzen der Cookies
setcookie("cookie[drei]", "cookiedrei");
setcookie("cookie[zwei]", "cookiezwei");
setcookie("cookie[eins]", "cookieeins");

// Nach dem Neuladen der Seite wieder ausgeben
if (isset($_COOKIE['cookie'])) {
foreach (
$_COOKIE['cookie'] as $name => $value) {
$name = htmlspecialchars($name);
$value = htmlspecialchars($value);
echo
"$name : $value <br />\n";
}
}
?>

Das oben gezeigte Beispiel erzeugt folgende Ausgabe:

drei : cookiedrei
zwei : cookiezwei
eins : cookieeins

Hinweis: Die Verwendung von Trennzeichen wie [ und ] als Teil des Cookie-Namens ist nicht konform mit RFC 6265, Abschnitt 4, soll aber laut RFC 6265, Abschnitt 5, von User-Agents unterstützt werden.

Anmerkungen

Hinweis: Mit Hilfe der Ausgabepufferung lassen sich Ausgaben vor dem Aufruf dieser Funktion zulassen. Alle Ausgaben werden gepuffert, bis sie geleert werden (entweder explizit oder am Ende der Skriptausführung). Dies wird durch Aufruf von ob_start() und ob_end_flush() im Skript erreicht oder durch Aktivieren der Konfigurationseinstellung output_buffering in der php.ini oder in den Serverkonfigurationsdateien.

Häufige Probleme:

  • Cookies werden erst beim nächsten Laden einer Seite sichtbar, für die das Cookie sichtbar sein soll. Um zu testen, ob ein Cookie erfolgreich gesetzt wurde, ist noch vor der Ablaufzeit auf der nächsten geladenen Seite zu prüfen, ob das Cookie vorhanden ist. Die Ablaufzeit wird mittels des Parameters expires_or_options gesetzt. Eine gute Möglichkeit, die Existenz von Cookies zu prüfen, ist einfach print_r($_COOKIE); aufzurufen.
  • Cookies müssen mit denselben Parametern gelöscht werden, mit denen sie gesetzt wurden. Wenn der Parameter value ein leerer String ist und alle anderen Werte dem vorherigen Aufruf von setcookie() entsprechen, wird das Cookie mit dem angegebenen Namen vom Client gelöscht. Dies wird intern ausgeführt, indem der Wert auf 'deleted' gesetzt wird und die Verfallszeit in die Vergangenheit gelegt wird.
  • Da beim Setzen eines Cookies mit dem Wert false versucht wird, das entsprechende Cookie zu löschen, sollten keine boolschen Werte verwendet werden. Stattdessen sollte 0 für false und 1 für true verwendet werden.
  • Namen von Cookies können auch als Arraynamen gesetzt werden und stehen dann in den PHP-Skripten als Arrays zur Verfügung, während sie vom Browser als separate Cookies abgespeichert werden. Es ist der Einsatz von json_encode() in Erwägung zu ziehen, um ein Cookie mit mehreren Namen und Werten zu setzen. Es ist nicht empfehlenswert, zu diesem Zweck serialize() einzusetzen, da hieraus Sicherheitslöcher erwachsen können.

Mehrfache Aufrufe von setcookie() werden in der Reihenfolge ihres Aufrufs ausgeführt.

Siehe auch